Whenever the Gaslight goes low…

deuxpiece zu Gast @ flat1

Vernissage:
Dienstag, 19.11.2019, 19-22h

Part I: Performance    
Sarina Scheidegger (CH), Thomas Geiger (A), Steven Schoch (CH)

Part II: Exhibition
Elisa Andessner (A), Petra Buchegger (A), Michael Endlicher (A), Marianne Mettler (CH), Karin Maria Pfeifer (A), Jörg Piringer (A), Sula Zimmerberger (A)


Ort: U-Bahnbogen 6-7, 1060 Wien


 

Öffnungszeiten   Mi 15 – 18 Uhr
Finissage        Do 19 – 21 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Whenever the Gaslight goes low

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Katrin Plavčak & Ronald Kodritsch

Eröffnung

Dienstag, 15. Oktober 2019, 19h

Ort: U-Bahnbogen 6-7, 1060 Wien


 

Öffnungszeiten   Mi 15 – 18 Uhr
Finissage        Do 19 – 22 Uhr

 

spielen in ihren Positionen im Zwei- und Dreidimensionalen auf jeweils spezielle Weise mit dem Figürlichen und setzen durch Hinzufügungen und Weglassungen immer neue Assoziationsketten in Gang. Visual Thinking, das von bekannten Figuren aus Kino und TV über Motive aus der Kunstgeschichte bis hin zu Anlehnungen an den Piktogramme-Style einer bunten, dem Zwang zu Verknappung verpflichteten Imformationsgesellschaft reicht.

Communities oder das Versprechen von Glück

Katrin Plavčak entwickelt ins Fantastische reichende, lustvoll launig angelegte, oft locker aus der Hand gemalte malerische Capriccios – nennen wir sie Genrebilder oder Gruppenporträts –, wobei Themen und mediale Beutestücke aus Nachrichten, Literatur, Science-Fiction, Kunstgeschichte oder der Mythologie verarbeitet werden. Ihre bemalten Cut-out-Figurengruppen, die an Werbeträger in Kinofoyers erinnern, entstanden zunächst für die Grazer Ausstellung Was vom Kino übrig blieb (Künstlerhaus Graz, 2018) und sind nun durch neue, eigens für Good Space (Villa Merkel Esslingen 2019) realisierte Varianten ergänzt worden. Die grotesken lebensgroßen Figurengruppen, die das jeweilige Personal vor allem aus Spielfilmklassikern vereinen, spielen auf die schwindende Wirkkraft des Kinos an, indem sie die enorme gesellschaftliche Relevanz, die das frühere Leitmedium Film im 20. Jahrhundert innehatte, ins Gedächtnis rufen.
 
(...In einer zweiten Figurengruppe findet sich der kauzig schrullige ALF, auch er ein gestrandeter Außerirdischer, der Protagonist einer Sitcom - Serie und ebenso zottelig wie unersättlich – eine stete Gefahr für die Hauskatze seiner Gastfamilie darstellt. Er trifft in der Figurengruppe auf das schemenhaft wiedergegebene Personal aus Géricaults berühmtem Monumentalgemälde Floß der Medusa, das, 1818/1819 entstanden, als eine der dramatischsten Schilderungen von unfreiwilliger Schicksalsgemeinschaft, Verzweiflung und kollektivem Untergang gilt. Géricault malte das Bild vor dem Hintergrund des seinerzeit aufsehen erregenden Untergangs der französischen Fregatte Meduse, in dessen Folge Schiffbrüchige wochenlang hilflos auf See trieben, wobei alle Rettungsversuche fehlschlugen. Géricault, von der Vorstellung der sich ständig wechselnden Stimmungslagen auf dem Floß gefesselt, wo Hoffnung und Solidarität abgelöst wurden von Verzweiflung und Egoismus bis hin zu kannibalistischer Selbstvergessenheit, schuf eine schaudererregende Schilderung von Überleben und Tod. An anderer Stelle finden bei Katrin Plavčak unter dem Label Strong Women u. a. zueinander die Detektivin Miss Marple, eine Chinesische Frau, die ihren Mann trägt, die Frau, die nicht in den Lift nach oben passt, oder auch Charaktere aus Russ Meyers Low-Budget-Exploitationfilm Faster, Pussycat! Kill! Kill! (dt. Die Satansweiber von Tittfield).

Text: Andreas Baur

Das gute gemalte Bild vermittelt sich zugleich als Herausforderung – als Testbild, das die Konvention einer Geschichtedes »guten Geschmacks«
mit der Konvention des »moralisch Verdächtigen« kurzschließt. Die Bilder von Kodritsch verleihen beiden Gehör, verknüpfen sie im Horizont des Disparaten zu einer Ästhetik des Widerspruchs. Vexierbildartig kippt der Blick von der komplexen malerischen Struktur in die Banalität des Motivs und vonvdort zurück in die Reflexion einer Geschichte der Malerei: Die Referenzen reichen quer durch die Kunstgeschichte, von der romantischen (Landschafts-)Malerei über die Geschichte der Abstraktion und den abstrakten Expressionismus über Kippenberger & Co. bis hin zur Gegenwart. Die – wie am Beispiel der Traktorbildervgut nachvollziehbare – Struktur eines durchgängigen Bildmotivs öffnet den Blick für das Nebeneinander variabler malerischer Sprachen und Referenzen. Im Wiederholen des gleichen Motivs neutralisiert sich selbst dessen Gegenständlichkeit zur abstrakten Figur. Vom Traktor bleibt dann nur mehr die Kombination aus einer runden und eckigen Form, die von einer anthropomorphen Figur gesteuert wird. In der Ausformung der einzelnen Partien entkoppelt sich die malerische Interpretation vom gegenständlichen Motiv, um sich losgelöst von diesem oder gegen dieses gewandt als eigengesetzliche Größe in Szene zu setzen. Diese Eigengesetzlichkeit der Malerei scheint das Disparate zu neutralisieren, sich hinwegzusetzen über den Widerspruch. Allein der Versuch, das Motiv auszublenden, darüber hinwegzusehen, hieße auch, das Kolorit von Spiel und Ironie zu übersehen. Was auf dem Spiel steht, ist gerade das Aufrechterhalten des Disparaten, ein Moment des Zwiefältigen und des Zweifels. Anstelle den Zweifel zu beseitigen, ihn loszuwerden übers Erhabene der malerischen Geste, gilt die stete Wiederkehr des Motivs nicht nur der Variabilität sondern auch einem Insistieren. 

Textauszug:  Mag. Dr. Andreas Spiegl
 

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zu Gast im Künstlerhaus

 
PARALLELISM

Eröffnung: Donnerstag, 6. Juni 2019, 19h

Die im Rahmen von "Haben und Brauchen" stattfindende Ausstellung  „PARALLELISM" ist eine Kooperationsveranstaltung des Kunstraums flat1 (Wien) und der C23 Gallery aus Lucca (Italien).

Inhaltlich gesehen orientiert sich die Kooperations-veranstaltung am Jahresthema von flat1. Es werden sowohl künstlerische Position von KünstlerInnen aus Italien und Österreich gezeigt.

Italienische KünstlerInnen:

Evita Andujar, Costabile Guariglia, Luca Cecioni, Pamela Napoletano, Maria D'Anna, Gianfranco Basso

Wiener KünstlerInnen:

Peter Kraus, Pablo Chiereghin, Ina Loitzl 

Im Jahr 2019 geht es um die Gleichzeitigkeit von unterschiedlichen Ereignissen, Phänomen oder Abläufen unserer modernen Gesellschaft, die auch als eine Epoche der Simultanität in die Geschichte der Menschheit eingehen könnten. Die Entwicklung bringt Zielkonflikte hervor, wir müssen uns gleichzeitig abschotten und kollaborieren, global denken und lokal agieren, Spezialfähigkeiten erwerben und die Allgemeinbildung vertiefen, das große Ziel vor Augen haben und reaktionsschnell die augenblickliche Herausforderung meistern. Die Digitalisierung hat dabei das Instrumentarium ebenso wie die Leistungsziele auf die Spitze getrieben.

Anschaulich lässt sich die Entwicklung am Phänomen des linearen TVs erkennen, dem neuerdings das Konzept der Gleichzeitigkeit der Streamingdienstleister wie Netflix, Amazon Prime & Co entgegensteht, wo jede Sendung zu jeder Zeit individuell konsumierbar gemacht wird. Das hebt bisherige zeitliche Kausalitäten auf. Im gleichen Ausmaß erhöht sich aber der Druck, im gesellschaftlichen Diskurs informiert zu sein. Das wiederum manifestiert sich in Überforderungssymptomen des Einzelnen, bis hin zur Totalverweigerung oder Rückzug in biedermeierliche Privatheit, samt latenter Zukunfts-, Fremden- oder Innovationsangst.



Dauer der Ausstellung: 6. Juni – 15. Juni 2019

 

Öffnungszeiten: Mo – Mi 12 – 18 Uhr, Do – Sa 12 – 22 Uhr, So / Feiertag geschlossen
Ort: Künstlerhaus 1050, Stolberggasse 26, 1050 Wien, www.k-haus.at

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Im Rahmen von FOTO WIEN  
Streaming Reality _
Die Gleichzeitigkeit von Dingen
Eva Kees
Lola Pfeifer
Karin Maria Pfeifer
3plus (Catherine Ludwig, Sonja Bendel, Ramona Proyer)
Sula Zimmerberger

 

Eröffnung 

05.04.2019, 19:00 Uhr

Ort

Die Schöne

Kuffnergasse 7 | 1160 Wien

Ausstellungsdauer 

05.04. – 07.04.2019

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